Nachgereichter Flugbericht

Wir fliegen gerade mit 885 km/h in 10972 m Höhe über Grönland! Verbleibende Flugkilometer: 4589 km. Im Moment ist eine geschlossene Wolkendecke unter uns, aber ein paar Fotos sind uns schon gelungen! Wir haben übrigens Glück im Unglück gehabt: Unsere Fensterplatzreservierung war fehlgeschlagen und wir mussten zwei Sitze in der Vierermittelreihe nehmen. Uschi hat bei der Flugbegleiterin reklamiert und nach 10 Minuten konnten wir an die Fensterreihe umziehen. Aber nur, weil es zwei Passagiere nicht rechtzeitig ins Flugzeug geschafft hatten. Dafür gab es eine Startverzögerung von fast einer halben Stunde, da alle Koffer noch einmal ausgeladen mussten. Aber das war es uns natürlich wert 😉
Dass ich inzwischen weiß, wie ich die Fotos von der Kamera auf’s Tablet kriege, habt ihr ja schon gemerkt. Aber die Größe der Fotos im Blogbeitrag kann ich (noch?) nicht variieren. Ich denke aber, dass es keine Strafe für euch ist, sie in groß anzusehen!
Eigentlich sollte man im Flieger Internet haben, aber über Grönland scheint das nicht zu funktionieren. Der netten Flugbegleiterin war meine Fotoaktivität aufgefallen, sie freute sich über unser Interesse und dass wir nicht, wie die meisten Passagiere, nur auf den Fernsehmonitor sehen. Sie wollte wissen, ob wir die Strecke schon mal geflogen seien. Internet geht wirklich nicht, es gibt keine Genehmigung von Grönland. Schade, ich hätte gerne einen Livebericht geschickt. Es ist jetzt 19:20 deutscher Zeit. Unsere Flugzeit ist auf nur 9 1/2 Stunden angesetzt. Jetzt haben wir „nur“ noch 3613 km bis Vancouver. Die schaffen wir angeblich in gut 4 Stunden. Die Fotos werden nachgeliefert, sobald es geht.

Nachtrag: Wir sind hervorragend betreut und versorgt worden! Unser vegetarisches Essen hatten wir vorab telefonisch bestellt und es gab mittags und abends eine warme, sehr leckere, reichhaltige und abwechslungsreiche Mahlzeit. Wir hatten den Eindruck, dass unser Essen viel phantasievoller war als das der anderen Passagiere. Außerdem bekamen wir es immer als Erste 😉 Es war ja mein erster Langstreckenflug und er war völlig in Ordnung. Da ich so viel zu tun hatte, verging die Zeit recht schnell. Habe sogar noch einen schönen Spielflm gesehen! Aber viel Bewegungsfreiheit hat man ja wirklich nicht! Ich hatte alles Notwendige griffbereit in einem unserer Torre-Weihnachtsgeschenk-Rucksäcke verstaut, sodass die große Handgepäcktasche im Staufach bleiben konnte. Trotzdem muss man sich gut sortieren. Wir hatten sicher einen Vorteil dadurch, dass wir es gewöhnt sind, auf beschränktem Raum zurechtzukommen. Und ich, dass ich ein Sitzmensch bin! Aber auch Uschi hat sich gut geschlagen. Sie ist nur ziemlich erkältet und die klimatisierte Luft bekam ihr nicht so gut. Die Flugbegleiterin gab ihr Nasentropfen, damit sie den Druckausgleich bewerkstelligen konnte. Der Flugkapitän verstand sein Geschäft, sehen konnte man kurz vor der Landung im dicken Nebel gar nichts mehr, aber er schaffte es, butterweich aufzusetzen! Der Rückflug macht mir keinen Stress. Aber wie Anja die Strecke von Deutschland nach Neuseeland ALLEIN mit einem Kleinkind (auf dem Schoß!) und einem Baby (an der Wand im Bettchen) geschafft hat, wird mir ewig ein Rätsel bleiben!
Das Wetter? Regen!!! Wir mussten dann noch EWIG auf unsere Koffer warten, dafür ging es an den zwei (!) Zollkontrollen zügig. Noch schnell das kostenfreie Internet am Flughafen genutzt, um mitzuteilen, dass wir gut angekommen sind und dann unseren Vermieter angerufen, dass wir abgeholt werden möchten. Ein netter junger Mann erschien nach 15 Minuten, brachte uns zu unserem Wohnmobil(chen), erklärte uns das Nötigste für die Nacht (die Heizung!) und verabschiedete sich mit der Ankündigung, dass er uns am nächsten Morgen um 7:30 (!) zum Frühstücksbuffet wieder abholen werde. Der Rest mache dann der Chef. Wir haben noch ein wenig geräumt und sind dann irgendwann ziemlich erledigt in unseren Alkoven geklettert. Immerhin waren wir da schon an die 21 Stunden unterwegs gewesen. Nur noch schlafen!
Fortsetzung folgt…

Über Oscarlotta on tour

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3 Antworten zu Nachgereichter Flugbericht

  1. Anja schreibt:

    Lola lag gar nicht im Bettchen, ich war im 6.Monat schwanger mit ihr und Don war 16 Monate alt….. Wir hatten zwei solcher Fluege hintereinander, einen von Neuseeland nach Thailand und dann weiter nach Frankfurt (und natuerlich vier Wochen spaeter wieder zurueck). Geschlafen hat Don nur auf meinem Bauch, was sehr unangenehm war, und wenn er wach war ist er wie ein Irrer den Gang rauf und runter gelaufen, was noch unangenehmer war. Ich habe ihn dann irgendwann einfach gelassen, ist ja stoerender, wenn eine Schwangere mit dickem Bauch dauernd die Gaenge hoch und runter rennt als nur so ein Zwerg. Er war einfach nicht zu bremsen und ich hab mir dann gedacht, das Flugzeug verliert ihn schon nicht…
    War aber hart, nach der Landung in Brisbane, wo Gerard uns abgeholt hat, musste ich nach ein paar Minuten im Auto rausspringen und mich am Strassenrand uebergeben…:-)
    Ich freue mich, dass euer Flug da wesentlich leichter war und bin schon gespannt auf weitere Berichte!

  2. Harald schreibt:

    Hallo Ihr Beide,
    Danke für die ausführlichen Berichte, ich habe mich dabei ertappt, daß ich schon richtig auf sie warte. Ich freue mich für Euch, daß mit dem Flug alles so gut geklappt hat (Fenstersitzplatz, Essen etc.). Welch eine freundliche Fluglinie? Nach meinen Erfahrungen (Ost-Asien-Flüge) geht Internet aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht im Flugzeug. Moderne Kommunikationsgeräte besitzen aus diesem Grund auch die Flugmodustaste….ha, ha.. alter Besserwisser. Vieleicht habe ich doch etwas, was Du noch nicht hast?
    Bis zum nächsten Bericht, ich warte schon darauf!
    LG Harald.

  3. Rudolf und Jutta schreibt:

    Hallo Ihr Beiden, das tut mir aber leid. Jetzt ist sicherlich der ganze Amerikaurlaub
    durch das frühe Aufstehen „im Eimer“. Und dann auch noch das Schlafen in einem
    normalen Wohnmobil!
    Weiterhin viel Spaß. Wir freuen uns über jede Information. Gruß Rudolf
    P.S. Jutta weist mich gerade daraufhin, dass ich sicherlich „einiges“ in Oropesa
    erwarten darf.

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