In the wilderness

In the WildernessNeee – erst mal nichts mit Wilderness oder nur ein bisschen zur Einstimmung. Die ersten 150 km von Victoria aus gibt es nämlich nur eine Möglichkeit und das ist der Highway Nr. 1 (später Nr. 19). Er führt von Industriegebieten über Einkaufszentren zu Industriegebieten und Einkaufszentren. Wildes Kanada? Nicht hier! Unser erster Zwischenstopp war in Duncan, der „Totempfahl-Hauptstadt“ der Welt. Über 80 sind in der Innenstadt verteilt. Es herrschte reges Treiben, ein Outdoor-Festival, genannt „Die 39 Tage des Juli“. Wir hatten Mühe, einen Parkplatz zu finden.

Totem Poles (05)  Totem Poles (06)  Totem Poles (13) 

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der dickste Totempfahl der Welt  Beschreibung  Größenvergleich

Duncan ist ein nicht besonders erwähnenswertes Städtchen und nachdem wir einige Totempfähle fotografiert hatten, fuhren wir an weiteren Einkaufszentren (keine Übertreibung) entlang bis kurz vor Nanaimo. Dort entschieden wir uns für den „Living Forest Oceanside Campground & RV Park“. Die Beschreibung versprach viele alte, hohe Bäume (stimmt) und eine Lage am Ozean, wie ja auch der Name schon sagt (in Wirklichkeit liegt er mit Sicht auf die Strait of Georgia, allerdings auch nur von einigen der 300 Plätzen aus und nur bei Flut). beware of dogDer Platz war trotzdem sehr interessant und wirklich urwaldähnlich mit sehr großzügig und geschickt angelegten Stellplätzen. Und rundherum verliefen Trails, kleine Waldpfade, teilweise nur bei Ebbe zu begehen, teilweise nur über kleine Eisentreppen. Außer uns war fast niemand unterwegs, allenfalls noch ein paar Leute mit Hunden. Vor denen wird schon an der Einfahrt des Campingplatzes gewarnt! Wir gönnten uns einen Ruhetag und haben den Campingplatz 1 3/4 mal umrundet. Leider war immer gerade Ebbe, aber es gab ja noch den hübschen Nanaimo River, der hier mündet. Und keine Nachbarschaftsprobleme! Der Dauercamper zur Rechten war nicht da und der zur Linken pinkelte lediglich, als wir draußen saßen, in unsere Richtung hinter sein Gerätehaus. Wir sind Schlimmeres gewöhnt 😉

unter hohen Bäumen  die Blogschreiberin bei der Arbeit  04 Living Forest

Nanaimo River  Nanaimo River  Living Forest  Living Forest  Living Forest  Living Forest  Living Forest  Living Forest

02 Vancouver Island 

Heute wollten wir dann endlich in die Wildnis! Also bogen wir bei Parksville (bis dahin Einkaufszentren und Gewerbegebiete) ab auf den Highway Nr. 4 Richtung Westküste, zum Pazifik. Ab Port Alberni (ein kleiner Hafen mit ein paar Geschäften, ein hübscher Leuchtturm, sonst nichts Sehenswertes) wurde aus dem Highway eine Landstraße und die Landschaft langsam etwas felsig. Bis dahin waren wir nur durch endlose Wälder gefahren. Kanada erinnert sehr an Skandinavien: die Wälder von Finnland, die Seen von Schweden, die Berge von Norwegen, nur die hübschen Städtchen von Dänemark fehlen. Von Port Alberni zieht sich bis zum Pazifik der (das?) Alberni Inlet, eine Art Fjord. Es verkehrt eine Passagierfähre sowohl nach Bamfield auf der einen Seite des Barkley Sounds als auch nach Ucluelet auf der anderen Seite.

Port Alberni   Weißkopfseeadler   Captain Sir Eustace Hornswoggle   Captain Sir Eustace Hornswoggle

Captain Sir Eustace Hornswoggle

Fahrt nach Ucluelet   Fahrt nach Ucluelet

Fahrt nach Ucluelet

Wir fuhren weiter die 4 durch endlose Wälder, ab und zu konnte man einen kurzen Blick erhaschen auf einen Fluss oder See. Ucluelet liegt auf einer schmalen Landzunge, eingerahmt von einem Fjord und dem Pazifik. Aber wo, um alles in der Welt, war der??? Wir fuhren an unserem Campingplatz vorbei, immer weiter die Straße entlang, die ja irgendwo enden musste, am Pazifik! Uschi war schon ganz sauer, nur Bäume, kein Wasser zu sehen! Und dann war er plötzlich doch da, ein Parkplatz, ein kleiner Leuchtturm, Steilküste, Pazifik – zahm wie die Ostsee!

Pazifikküste  Pazifikküste  Pazifikküste  Pazifikküste

Unser Campground wieder urwaldähnlich, nicht so großzügig angelegt, wenig Plätze mit Strom und Wasser, aber genauso teuer (wir zahlen i. d. R. umgerechnet € 30). Die besseren Plätze waren besetzt oder reserviert, aber es gab in der dunkelsten Ecke dann doch noch etwas für uns. Unser Platz ist relativ klein, sehr dunkel, da vollständig beschattet, aber ohne direkte Nachbarn.

Ucluelet Campground  Ucluelet Campground   Ucluelet Campground  Ucluelet Campground  Ucluelet Campground  Ucluelet Campground 

Der Ort bietet nicht viel, hier fahren nur noch Naturfreaks hin. Hiking, biking, fishing, kayaking, whale watching und surfing sind die gängigen Aktivitäten/Sportarten. Hier bräuchte man ein Boot oder Schiff, um die vielen Meeresarme, die die Küstenlinie zerschneiden, zu erreichen, aber das geht ja auch nur bei gutem Wetter.

Ucluelet  Ucluelet  alte Kirche  alte Kirche 

Per Straße geht hier gar nichts mehr, die gesamte Pazifikküste entlang nicht (siehe obere Karte). Wir werden uns hier noch ein wenig umsehen, auch noch nach Tofino rüberfahren und dann müssen wir die gleiche Strecke wieder zurück, ca. 140 km. Ihr wisst schon, durch viele Wälder! Ach ja – die Baumkinder hier sagen zu ihrer Mama: „Wenn ich groß bin, will ich Telefonmast werden!“ „Dann halt dich aber schön gerade!“

Telefonmast in 3 Zustandsformen   Telefonmast in Vorbereitung   Telefonmasten in Reih und Glied

Über Oscarlotta on tour

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