Campbell River Thunderbird RV Park

03 QualicumEine weitere Nachbarschaftsstory: In Qualicum mussten wir, wie auf den meisten Campgrounds, bis 11 Uhr den Platz verlassen, anreisen darf man erst eine Stunde später, es sei denn, der Platz ist frei. Wir hatten beschlossen, unterwegs zu frühstücken und waren um halb 11 aufbruchsbereit. Auf dem Foto seht ihr, wie unser Platz gestaltet war, eine naturbelassene Stellfläche für das Mobil, daneben eine Betonfläche für unseren Picknick-Tisch. Alle Plätze waren mit Nummern versehen, wir hatten Platz 2, links gab es noch Platz 1 und daneben fing die Zeltwiese an. Wir mussten nur noch unser Stromkabel abziehen und uns von den Nachbarn verabschieden, als ein Wohnwagengespann vorfuhr, ein hektischer Mann ausstieg, sich kurz orientierte und dann, ohne ein Wort, aber sehr entschlossen und kraftvoll (die Dinger sind schwer!) unsere Tischkombination von der Betonfläche auf den Platz 1 zog. Uschi fragte ihn, was er da tue und welchen Platz er habe. Platz 2. Okay, aber es sei noch nicht 11, wir würden aber gleich fahren. Keine erkennbare Reaktion, er fing an, auf der Zeltwiese ein Zelt aufzubauen. Wir fragten uns, was wir tun würden, wenn wir noch hätten draußen frühstücken wollen. Da wir aber beschlossen haben, uns nicht mehr alles gefallen zu lassen, sprach Uschi ihn noch einmal an und sagte ihm, dass wir es, gelinde gesagt, seltsam fänden, dass er, obwohl wir noch da seien, einfach unseren Tisch entfernt. Wir hätten ja vielleicht noch frühstücken wollen. Jetzt guckte er erst etwas irritierst, dann aber genauer hin und musste zugeben, dass er geglaubt hatte, wir ständen auf Platz 3! Wir versicherten ihm erneut, dass wir gleich weg wären. Er: Don’t worry, enjoy your stay! Ja, du kannst uns auch mal!

02 Vancouver Island

Unser nächstes Etappenziel war Campbell River und gleichzeitig hatten wir beschlossen, nicht noch weiter nördlich zu fahren. Die einzige Straße führt die nächsten 200 km bis Port McNeill wieder nur durch Wald. Bis Port Hardy, der letzten anfahrbaren Stadt, sind es sogar 240 km. Von hier gehen die Fahrgastschiffe bzw. Fähren los nach Nordkanada und Alaska. Beliebt ist die sog. Inside Passage, die bis Prince Rupert geht, 10 Stunden dauert und heftig teuer ist. Anschließend muss man auf der einzig verfügbaren Straße quer durch ein spärlich besiedeltes Land wieder zurückfahren. Da ist dann vermutlich wirklich wilderness with bears and deer and moose, aber sehr verlockend erscheint uns die Strecke nicht, viiiel Wald.

Thunderbird

In Campbell River sind wir wieder auf einem First Nation Campground gelandet, dem Thunderbird RV Park. Zur einen Seite Blick auf die Discovery Passage, die schmale Verlängerung der Strait of Georgia bis zum offenen Pazifik, auf der anderen Seite auf den Campbell River. Wildgänse, Weißkopfseeadler, Graureiher, startende und landende Wasserflugzeuge und Hubschrauber waren aus nächster Nähe zu beobachten.

01 Thunderbird RV Park

02 Thunderbird RV Park Campbell River   03 Thunderbird RV Park Campbell River   05 Thunderbird RV Park Campbell River.   06 Thunderbird RV Park Campbell River 07 Campbell River   08 Campbell River   09 Campbell River   11 Campbell River

Nicht nur auf dem Campingplatz standen schöne Totempfähle, in unmittelbarer Nähe entdeckten wir einen „Indianer“-Friedhof und im Hafen eine Galerie mit unglaublich schöner Native Art sowie weitere Kunstwerke. Wir hätten ohne weiteres ein paar tausend Dollar ausgeben können für wunderbar gestaltete Masken, Paddel, Bilder etc… Aber – wie immer, dafür bräuchten wir ein Haus oder eine Wohnung. Da die Vielzahl der Fotos mit Motiven und Objekten der First Nations inzwischen den Rahmen sprengt, haben wir ein Extra-Fotoalbum angelegt, genannt „Thunderbird“, was ihr, wenn ihr interessiert daran seid, demnächst (es dauert noch etwas, unsere Internetbedingungen sind nicht optimal)  oben  bei unseren anderen Fotoalben findet. Hier auf Vancouver Island sind die Ureinwohner des Kontinents oder die Erinnerungen an sie sehr präsent. Sei es, dass man das Bestreben hat, an ihnen etwas wiedergutmachen zu wollen oder sei es auch nur, weil man gemerkt hat, dass alles, was „indianisch“ ist, eine gute Einnahmequelle ist und man damit Touristen anziehen kann.

033 KwaKwKa'waKw (23)

Campbell River ist zwar die drittgrößte Stadt der Insel, aber besteht auch wieder nur aus zwei großen Einkaufszentren, quadratisch angelegten Straßen mit all den Geschäften und Firmen, die man halt so braucht in einer Stadt, ein paar Lokalen am Yachthafen und sonst nichts Erwähnenswertem. Die Städte hier (Ausnahme Victoria) sind es wirklich nicht, was das Land ausmacht!

Über Oscarlotta on tour

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