Independence Day

USA-Bundesstaaten

Vorab ein wenig Wissensvermittlung 😉
Der Nordwesten der USA mit den Bundesstaaten Washington, Oregon, Idaho und (teilweise) Montana und Wyoming hat insgesamt knapp 14 Mio. Einwohner, Nordkalifornien mit seinem Ballungsraum San Francisco fügt weitere 17 Millionen (!) hinzu. Die gesamte Landfläche beträgt ca. 1,3 Mio. qkm (WA 184.665, OR 254.805, ID 216.446, MT 380.838, WY 253.336 und Nord-CA 68.197). 31 % der Bevölkerung (ohne Kalifornien) verteilen sich auf die Ballungsräume Seattle und Portland, der Rest verteilt das verbleibende Land unter sich! Die weiße Bevölkerung überwiegt mit ca. 70 % (noch immer haben 3/4 aller US-Amerikaner europäische Vorfahren), ca. 14 % sind dunkelhäutig und zum Großteil Nachfahren der aus Afrika verschleppten Sklaven, der Rest verteilt sich auf Hispano-Amerikaner (ca. 12 %) und Asiaten (ca. 4 %). Die Anzahl der Nachkommen der amerikanischen Ureinwohner, bei uns umgangssprachlich Indianer genannt, in Kanada „First Nations“ und in USA „American Indians“ oder „Native Americans“ kann nur geschätzt werden (ca. 2 Mio., mehr als die Hälfte lebt in den knapp 300 Reservaten) und sie gehören zu der sozial schwächsten Bevölkerungsgruppe. Es gibt 562 amerikanische und über 600 kanadische Stämme! Die ethnische Bevölkerungsverteilung in den USA verändert sich unterschiedlich, der asiatische Zuwachs ist rasant. Als Beispiel: In Vancouver (Kanada) beträgt der Bevölkerungsanteil an Menschen mit asiatischem Hintergrund inzwischen 56 %. Durch die verstärkte Einwanderung aus Lateinamerika ist Spanisch inzwischen die zweitverbreitetste Sprache.
Knapp 80 % der Amerikaner bekennen sich zum Christentum, allerdings gibt es ca. 250 verschiedene Glaubensgemeinschaften! Die Zugehörigkeit zu einer von ihnen stellt einen hohen Stellenwert dar, nicht zuletzt deswegen, weil viele soziale Einrichtungen von ihnen und nicht vom Staat organisiert werden.
Die bekanntesten Feste mit überregionalem Charakter sind Halloween, Thanksgiving Day, Christmas Day (25. Dez.) und natürlich Independence Day am 4. Juli, der wichtigste Feiertag. Den haben wir ja nun miterlebt bzw. sind noch mitten in den Feierlichkeiten drin. Da er dieses Jahr auf einen Donnerstag fiel, wurde mit einem Brückentag ein langes Feierwochenende daraus. Wenn der 4. auf einen Samstag fällt, ist der Freitag davor arbeitsfrei, bei einem Sonntag der darauffolgende Montag. Die prächtigen Paraden scheint es nur in großen Städten zu geben und vielleicht auch nur an der Ostküste, wo 1776 die ersten 13 Kolonien die Unabhängigkeitserklärung vom britischen Mutterland ausarbeiteten und unterschrieben.

Die 13 Gründerstaaten der USA

Hier bei uns war nur zu merken, dass der Platz voll wurde. Bei einer kleinen Rundfahrt über die Kitsap Peninsula gestern sahen wir einige patriotisch geschmückte Häuser und Grundstücke, aber lange nicht so viele wie erwartet. Der Tag bzw. das Wochenende wird mit Freunden und Familie beim Picknick, Grillen oder sportlichen Veranstaltungen verbracht. An einer Straße waren auf dem Seitenstreifen neben einem Wasserarm viele Autos hintereinander geparkt, man saß entweder auf der Ladefläche seines Pickups oder auf Campingstühlen dazwischen und feierte. Am Abend des 3. Juli ging es schon los mit Knallereien und setzte sich gestern über den ganzen Tag fort. Aber nach 23 Uhr war Ruhe! Ein offizielles Feuerwerk gibt es hier in Hoodsport erst am Samstagabend als Abschluss der Feierlichkeiten. Die bestanden aus einem kleinen Straßenmarkt und Weinprobe in einer Winery und irgendwelchen Kinderbelustigungen. Die größten und schönsten Feuerwerke des Landes werden im Fernsehen übertragen.

Google-Doodle zum 4. Juli 2013

Independence Day   Independence Day 2   Independence Day 1

amerikanische Briefkästen   Briefkasten+Fahne  Independence Day

Auf unserem RV-Park herrscht himmlische Ruhe trotz Vollbelegung! Mit der einen Seite (wo wir sitzen) der Nachbarschaft haben wir Glück, der reservierte Platz ist frei geblieben, mit der anderen Seite leider nicht. Ein Paar mittleren Alters, sehr laut, dem Alkohol zugetan, mit Besuch rund um die Uhr. Man kam mit riesigem Auflieger samt riesigem Zugfahrzeug, kurvte ziemlich herum, zusätzlich wurde noch mit einem zweiten Pickup-Truck (das bevorzugte Privatfahrzeug in Amerika) ein Boot gebracht. Direkt vor unserer Frontscheibe wurde dann mit Schwung eine Ladung Holzscheite von der einen Ladefläche auf die andere geschmissen. Die Krönung kam aber am nächsten Morgen um viertel vor sechs (!), als der zu Besuch kommende Sohn samt Freundin mit seinem sehr lauten Auto direkt vor uns einparkte, draußen rumschrie und nur mit den Schultern zuckte, als Uschi sich aus unserem Alkovenfenster heraus beschwerte. Nach einem morgendlichen Frühstück zog man eine halbe Stunde später Kühlboxen über den Schotter und fuhr zum Krabbenfischen hinaus. Der PKW blieb bei uns halb vor dem Mobil stehen, sodass wir nicht hätten wegfahren können! Die Campingplatzverwaltung ist aber sehr um unser Wohl bemüht und man möchte offenbar nicht, dass wir einen schlechten Eindruck von den USA bekommen, so führte unsere Beschwerde zum nächstmöglichen Entfernen des Autos, zu vielen Entschuldigungen (nicht von Seiten der Nachbarn) und zur fast stündlichen Nachfrage, ob es uns gut geht und ob wir unseren Tag „enjoyen“. Überhaupt wird, auch untereinander, ständig nachgefragt, ob es dem anderen gut geht und niemand beendet ein Gespräch ohne ein „Enjoy your day!“. Gestern hieß es dann „Enjoy your July!“ Ob das nun Floskeln sind oder nicht, es gestaltet den Umgang miteinander sehr entspannt und angenehm. Wir enjoyen!!! Und die Nachbarn fahren ja wieder!

Vorgestern spazierte am hellichten Tag ein Reh quer über den Platz (wir sind ja von dichtem Wald umgeben), offensichtlich fiel ihm erst nach der Hälfte des Weges auf, was es da tut! Einen Schritt vorwärts – stehenbleiben – einen weiteren vorsichtigen Schritt. Als es sehr langsam zwei Meter neben unserem Mobil vorbeikam, konnte ich sehen, dass es Schaum vor dem Maul hatte. Und dann verschwand es mit zwei gewaltigen Sätzen den Hang hinauf im Dickicht hinter unserem Auto!

Über Oscarlotta on tour

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